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Tischtennis: (TTV RE-BAU Gönnern)
 
Gönnern punktet auch ohne Timo Boll

Presseinfo DTTB

Der Kampf um die Play-off-Plätze in der Tischtennis-Bundesliga der Herren bleibt völlig offen: Die beiden direkten Konkurrenten aus Frickenhausen und Gönnern trennten sich am Dienstagabend 5:5 und zogen damit nach Punkten mit dem bisherigen Tabellenvierten Jülich/Hoengen (alle 10:10) gleich. An der Tabellenspitze baute der TTC Zugbrücke Grenzau durch einen 6:2-Sieg bei Schlusslicht Karlsruhe/Offenburg seine imponierende Erfolgsbilanz auf 21:1 Zähler aus.


Unter denkbar schlechten Voraussetzungen war der TTV RE-BAU Gönnern zum Duell beim TTC metabo Frickenhausen angetreten: Der schon tags zuvor angeschlagene Timo Boll meldete sich am Morgen krank, das Fieber stieg bis zum Mittag auf 40 Grad, so dass Gönnerns Spitzenmann das Bett hüten musste, statt für seinen Verein auf Punktejagd zu gehen. Insofern gleicht das 5:5 der Hessen beim Play-off-Mitkonkurrenten einem Achtungserfolg, zumal sie vor den beiden letzten Einzeln mit 3:5 zurücklagen – und doch war TTV-Trainer Helmut Hampl mit dem Endergebnis nicht zufrieden. Grund: Thomas Keinath vergab gegen Peter Franz im vierten Satz drei Matchbälle, und Jörg Roßkopf konnte gegen Jens Lundquist ebenfalls eine 2:0-Satzführung nicht nutzen. "Wir hätten die Partie eigentlich gewinnen müssen", ärgerte sich Hampl über die verpassten Gelegenheiten, er fügte aber an: "Das soll kein Vorwurf an Thomas sein. Er hat hervorragend gekämpft und gut gespielt. Und dass wir trotz der widrigen Umstände und des 3:5-Rückstandes noch einen Punkt geholt haben, spricht für die Moral der Mannschaft." Aus dieser ragte der junge Chinese Zhao Peng mit zwei Einzelerfolgen heraus.

Mit dem 5:5 erst recht nicht anfreunden konnten sich die Gastgeber, die besondere nach dem Ausfall von Timo Boll gehofft hatten, einen Play-off-Rivalen fürs erste distanzieren zu können. "Das Unentschieden hat uns keinen Schritt weiter gebracht", lautete das eher ernüchternde Fazit von TTC-Manager Christoph Reuhl. Vor 1000 Zuschauern in der Sporthalle "Auf dem Berg" bot Jens Lundquist eine überragende Leistung. Vize-Europameister Torben Wosik überzeugte beim Sieg über Grujic, hatte aber beim 9:11 im fünften Satz gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Jörg Roßkopf Pech. Während der Koreaner Lee Chul-Seung enttäuschte, zeigte Peter Franz Licht und Schatten: Nachdem er die fast schon verlorene Partie gegen Keinath noch aus dem Feuer gerissen hatte, musste er sich in seinem zweiten Einzel Zhao Peng geschlagen geben. "So toll wie wir vorne gespielt haben, so erschreckend schwach waren wir heute hinten", bilanzierte Frickenhausens Präsident Rolf Wohlhaupter-Hermann.

Nicht ganz so schwer wie beim 6:4 im Vorrundenspiel tat sich der TTC Zugbrücke Grenzau beim TTC Karlsruhe-Neureut/DJK Offenburg, dennoch musste der Spitzenreiter alles geben, um zum standesgemäßen 6:2-Erfolg zu kommen. "Man muss die Leistung von Karlsruhe anerkennen: Die hängen sich gegen uns immer voll rein und holen fast das Optimum heraus", lobte Grenzaus Teamchef Steffen Fetzner das unterlegene Schlusslicht, das ein besseres Resultat nur knapp verpasste: Rade Markovic vergab gegen Ma Wenge einen Matchball. Grenzaus Spitzenmann tat sich auch beim Viersatzsieg über Geir Erlandsen schwer, und an der Seite des Ex-Karlsruhers Zoltan Fejer-Konnerth verlor der Chinese im Doppel. Fejer-Konnerth ließ an seiner letztjährigen Wirkungsstätte im Einzel nichts anbrennen und bezwang Alfredo Carneros nach Startschwierigkeiten klar. Den zweiten Zähler für die badische Spielgemeinschaft, die jetzt neun Spiele in Folge verlor, holte überraschend Meng Xianjian gegen Chen Zhibin.


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Original-Pressemitteilung
Artikel vom 11.02.2004, 08:43 Uhr
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