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| Tischtennis:
(TTV RE-BAU Gönnern) |
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Champions League, 2. Halbfinale: Gönnern vor größtem internationalen Erfolg der Vereinsgeschichte
In der europäischen Königsklasse scheint nach den Halbfinal-Hinspielen schon alles klar, für
Dauersieger Charleroi und überraschend auch Boll-Klub Gönnern ist nach den 3:0-Erfolgen in
Zagreb bzw. gegen Niederösterreich der Einzug in die Endspiele nur noch Formsache. Doch
während sich der Topfavorit aus Belgien seiner Sache sehr sicher ist, demonstriert der Außenseiter
aus Hessen recht vorsichtigen Optimismus.
„Wir können nur hoffen, dass es in Niederösterreich nicht umgekehrt läuft“, warnt Torsten Märte,
Manager des TTV Re-Bau Gönnern, davor, das Rückspiel bei SVS Niederösterreich auf die leichte
Schulter zu nehmen. Bei aller Euphorie über das 3:0 ist sich der letzte deutsche Vertreter in der Champions
League bewusst, dass die Partie in Dillenburg auch ganz anders hätte ausgehen können.
Schließlich hatte Timo Boll im Auftakteinzel gegen Abwehr-Ass Chen Weixing einen Matchball gegen
sich, und anschließend hatte auch Slobodan Grujic gegen Olympiasieger Ryu Seung Min das nötige
Quäntchen Glück, um das Match nach verlorenem ersten Satz und einem 7:10-Rückstand im zweiten
Durchgang noch umzubiegen. „Wir wissen ganz genau, dass wir auch 0:3 verlieren können“, ist
auch für Rekordnationalspieler Jörg Roßkopf die Qualifikation für die Endspiele noch längst nicht
sicher. „Deshalb müssen wir aufpassen, dass wir direkt das erste Spiel gewinnen.“ Die Voraussetzungen,
erstmals in der Vereinsgeschichte die Endspiele in der europäischen Königsklasse zu erreichen,
sind für den TTV nach dem Coup vom vergangenen Freitag aber denkbar günstig. Ein Matchgewinn
reicht auf jeden Fall, und selbst bei einem 0:3 käme Gönnern noch weiter, wenn es vier Sätze holte
oder bei drei gewonnenen Durchgängen bei den Bällen die Nase vorn hätte.
Der SVS Niederösterreich hat die Hoffnung auf ein Wunder vor eigener Kulisse noch nicht aufgegeben.
„Man weiß zwar, dass angesagte Sensationen nicht stattfinden, aber warum soll sich der Verlauf
nicht einmal umdrehen?“, hofft Manager Johann Friedschröder auf eine Jetzt-erst-recht-Reaktion seines
Starensembles: „Chen ist in Superform, Ryu wird sich nicht auf diese Weise verabschieden wollen,
und die Hoffnung lebt.“ Allerdings kann bei den Österreichern, die nach drei Finalniederlagen
gegen Charleroi in den Jahren 2000 bis 2002 mit Hilfe des südkoreanischen Olympiasiegers endlich
zum ersten Mal den Titel gewinnen wollten, von einer optimalen Vorbereitung auf das Rückspiel keine
Rede sein. Das Trio brach schon einen Tag nach dem Desaster von Dillenburg zu einem Einladungsturnier
nach Kuwait auf, von dem es erst am Tag vor dem zweiten Halbfinale zurückkehren wollte.
Titelverteidiger und Topfavorit Royal Villette Charleroi sieht sich nach dem 3:0 bei STK "Vecernji
List" Zagreb mit nur zwei Satzverlusten schon sicher in den Endspielen. Schließlich genießen die
Belgier im Rückspiel, in dem sie nur noch drei Sätze gewinnen müssen, auch noch Heimvorteil. Kein
Wunder also, dass Charlerois Pressesprecher Jean Lafleur nur so vor Selbstbewusstsein strotzt: „Nach vorbereiten, denn wir wollen unseren Rekord noch weiter ausbauen.“
Halbfinal-Rückspiele:
Fr. 20.05. 18 Uhr: SVS Niederösterreich – TTV Re-Bau Gönnern
Fr. 20.05. 20 Uhr: Royal Villette Charleroi – STK "Vecernji List" Zagreb
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Original-Pressemitteilung
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Artikel
vom 19.05.2005, 12:01 Uhr
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